Himalaya-Projekt feierte sein 15-jähriges Jubiläum

Am 09. Februar feierte die Thüringer Himalayahilfe ihr 15-jähriges Jubiläum in Meiningen. Eigens für die Feierlichkeiten waren Anfang Februar Sonam Dorjay, Thukjay Sonam, Amchi Tashi Puntsog und Kunzang Choton, aus der nordindischen Himalaya-Region mit dem Namen Ladakh, zu ihren Freunden nach Meiningen gekommen. Zum Jubiläum gratulierte der Landrat der Region, Sonam Dorjay, und bedankte sich für die 15 jährige Projektarbeit. Er überreichte dem Initiator der Himalayahilfe, Maik Wieczorrek, einen gelben Katakh, ein Begrüßungsschal aus Seide sowie einem „Thangka“, dabei handelt es sich um ein budhistisches Rollbild. Eigens zur Feier präsentierte Sonam Dorjay in einem spannenden Diavortrag die Region und ihre Dörfer. Am Ende forderte er die Vereinsmitglieder auf, die Hilfe fortzuführen und die Bewohner dort weiter zu unterstützen.

Mit den Menschen ins Gespräch kommen war die erste Aufgabe vor 15 Jahren. Dabei kam der Zahnarzt auf einer Trekkingtour im Juli 2004 mit den Einheimischen in Kontakt. Damit startete die zahnmedizinischen Hilfe im Himalaya, in 4000 bis 5000 Metern Höhe. In regelmäßigen Abständen reist er mit Helfern in die indische Region Ladakh, um dort die Amchis, so heißen die Naturärzte, bei der Zahnbehandlung zu unterstützen. Die Amchis selbst behandeln auf traditionelle Weise die Bevölkerung u.a. mit Kräutermedizin. Der dazugehörige Hilfsverein mit dem Namen „Ladakhpartners Local Doctors e.V.“ wurde im Jahr 2010 gegründet und hat derzeit 52 Fördermitglieder.

Und sehr viel wurde bisher erreicht. Einmal im Jahr startet eine Gruppe in die karge Region mit insgesamt rund 20 000 Einwohnern und behandelt dort die Einheimischen mit Zahnproblemen. Der Verein finanziert die Mahlzeiten der Schüler in einer Dorfschule und baute auf das Dach eine Fotovoltaikanlage. Der Verein unterstützt die Naturheiler mit Geld und Material in den Dörfern sowie die Ausbildung von Mönchen. Die Liste lässt sich weiter fortsetzen und wird so bald auch kein Ende finden. Klaus-Achim Sürmann, der Vorsitzende der Stiftung „Hilfswerk Deutscher Zahnärzte“, bedankte sich zur Jubiläumsfeier ebenfalls für die unermüdliche Arbeit der Helfer und überbrachte eine Spende in Höhe von 3000,- Euro.