Meininger bringen Zahnbürsten und Internet ins Bergdorf

Mitglieder und Helferinnen bzw. Helfer des Meininger Himalaya -Hilfsvereins „Ladakhpartners Local Doctors e.V.“ reisen auch in diesem Jahr wieder auf das Dach der Welt. Eine Gruppe mit insgesamt elf Personen wird vom 2. bis 24. Juli 2016 in die nordindische Himalaya-Region Ladakh reisen und in verschiedenen Dörfern Hilfe zur Selbsthilfe leisten.
Ziele sind in diesem Jahr u.a. die Übergabe von fünf Tablet-Computern an die Schule im Dorf Lingshed, die Wartung der Solaranlage auf der Schule, die zahnmedizinischen Hilfe in den Dörfern der Region sowie ein Seminar für die Naturärzte. Die Tablets wurde Mithilfe von Lottomitteln aus dem Thüringer Ministerium für Migration, Justiz und Verbraucherschutz angeschafft. Weiterhin werden in der Schule den Schülerinnen und Schülern die Zahnpflege vermittelt und neue Zahnbürsten verteilt. Außerdem bekommen die Amchis der Region neue Stirnlampen um damit die Arbeitsbedingungen zu verbessern. Geplant ist weiterhin die Einrichtung eines Internetzugangs für die Bewohner und vor allem für die Dorfschule in Lingshed. Ziel ist hier, die Aufwertung der Leberverhältnisse um den Wegzug der jungen Bevölkerung zu vermindern und die Attraktivität des ländlich geprägten Lebensraumes zu erhöhen.
Behandlung in der Schule l. Maik Wieczorrek“Im Focus unserer Projektarbeit steht nach wie vor die Arbeit mit den Naturheilern, den Amchis in unseren Projektdörfern. So ist es uns im Laufe der zurückliegenden 12 Jahre gelungen, die traditionelle Heilkunde als wichtiges Element der örtlichen Kultur zu erhalten. Gleiches versuchen wir jetzt auch in anderen Bereichen, wie zum Beispiel dem Bau der Solaranlage auf der Schule und der Amchiklinik. Ein nächster Schritt wird es sein, die Schule mit mit dem Rest der Welt zu vernetzen und den Einsatz von kleinen Computern zu ermöglichen. Dies geschieht übrigens auf Wunsch der Kinder. Wir alle sind gespannt darauf, wie sich alles entwickeln wird“, erzählt der Vorsitzende des Meininger Himalaya-Hilfsverein Maik Wieczorrek.
Zum Einsatz kommen auch wieder Handpuppen aus Sonneberg in Form eines regionaltypischen Murmeltiers. Es hält eine Zahnbürste in den Pfoten und dient als Gedächtnisstütze zum täglichen Zähneputzen. In den vergangenen Jahr wurde bereits eine Postkarte an die Schülerinnen und Schüler der Schule verteilt, welche dem Stofftier den Namen „Tunu“ gaben.